Krisenplanung

Krisenkommunikation - nicht mehr "nice to have", sondern unverzichtbar für das Überleben

Es vergeht kein Tag, ohne dass nicht von Krise die Rede ist. Das Wort Krise wird inflationär gebraucht. Die Grenzen zwischen Normalzustand und Krise sind fließend. Unternehmenskrisen sind Ereignisse, die in der Lage sind, ein Unternehmen oder auch Marken in der Existenz ganz oder in Teilen zu gefährden.

Viele gravierende Ereignisse mit Krisenpotential jenseits einer Krise können unternehmensintern erfolgreich gemanagt werden, wenn der Vorfall nicht nach außen in Erscheinung tritt. Und genau hier ist die wesentliche Schnittstelle vom Normalzustand zur Krise: Ein existenzgefährdender Vorgang wird erst dann zur Krise, wenn die Öffentlichkeit Kenntnis hat. Öffentlichkeit sind hierbei auch die Mitarbeiter.

Krisen fordern professionelle Reaktion

Der Rückruf fehlerhafter Produkte, die Betriebsschließung, der Ausfall der EDV, der Verlust wichtiger Daten, der Störfall in einer chemischen Fabrik, der Absturz eines Flugzeuges, die Verseuchung der zentralen Wasserversorgung oder der Vorwurf zu schwacher Strommasten, wie beides kürzlich geschehen, der Vorwurf der Umweltverschmutzung, der Großbrand in der Produktion, der Vorwurf gegen einen Manager, einer Sekte anzugehören - alle großen Krisen haben gemeinsam, dass sie meistens überraschend kommen und schnell und professionell reagiert werden muss.

Erfahrungen aus über 200 Unternehmenskrisen zeigen drei Tendenzen:

Erstens: Entscheidet die Art und Weise der Krisenkommunikation über den Ausgang in der Krise; d.h.: ist die Krisenkommunikationsstrategie oder der erste Auftritt nicht professionell, kann das gesamte Krisenmanagement zusammenbrechen.

Zweitens: In der Krise bleibt keine Zeit mehr für Grundlagenarbeit. Es dürfen dann nur noch vorbereitete Programme ablaufen, die der Lage lediglich flexibel angepasst werden. Die Krisenkommunikationsvorbereitungen schließen u.a. Internet, ggf. Intranet, Hotline, Callcenter, Pressekonferenz, Notfallstatements, Monitoring, Logistik & Technik sowie eine aktuelle Datenbank ein. Aus Warenrückrufen ist bekannt, dass in den ersten drei Tagen über 40.000 Anfragen zu bewältigen waren und Interviewanfragen der Medien fast gleichzeitig hereinbrachen. Das Internet hat sich hierbei mit Abstand als schnellstes und wichtigstes "Transportmittel" von Nachrichten entwickelt.

Und schließlich geht es drittens um die ganz persönliche Performance. Ob große oder kleine Krise: Der Unternehmenssprecher muss im Umgang mit den Print- und elektronischen Medien geschult sein und wissen, dass Krisenkommunikation eine andere und zwar brisante "Baustelle" ist, als tägliche Medienarbeit. Weil das so ist, werden die "Krisenkommunikatoren" des Unternehmens im Krisenmanagement immer wichtiger. Ihre persönliche Performance und die der Abteilung als integrierter Teil des Krisenmanagements ist von krisenentscheidender Bedeutung.

Aufbau der Krisenkommunikationskompetenz

Folgende Vorgehensweise für den Aufbau der Krisenkommunikationskompetenz hat sich bewährt:

Schritt 1: Machen Sie einen Krisen- PR-Plan mit folgenden Mindestinhalten:

  • Risikoanalyse - Gefahren und Auswirkungen auf das Image
  • Ziel und Grundsätze der Krisenkommunikation
  • Organisation in der Krise
  • Interne und externe Zielgruppen der Krisenkommunikation
  • Krisenkommunikationsstrategien für verschiedene Szenarien
  • Instrumente der Krisenkommunikation
  • Krisenlogistik und Krisentechnik
  • Internet Homepage und Intranet auf schnelle Veränderung (dark sites) vorbereiten
  • Fragen- und Antworten - Katalog sowie Textbausteine
  • Checklisten für das Vorgehen bei Anfragen von Medien, Kunden und Behörden
  • Briefing-Guide für das Kundentelefon-Team
  • Callcenter vorbereiten
  • Datenpool für Medien-Ansprechpartner und Krisennetzwerk

Schritt 2: Trainieren Sie den Krisenstab und die Sprecher:

  • Training des Krisenstabes in einer Fallsimulation
  • Sprechertraining der ersten und zweiten Ebene - professionelles Verhalten vor Mikrofon und Kamera
  • Training der Sekretärinnen und Telefonzentrale in Vorbereitung auf Medienanfrage
  • Training des Teams "Kundentelefon"

Schritt 3: Und wenn der Fall eintritt ... stellen Sie professionelle Reaktionsbereitschaft her:

  • Beurteilen Sie die Gefahr für den Imageverlust
  • Entwickeln Sie die Reaktionsstrategie
  • Organisieren Sie das Team
  • Implementieren Sie die Kontakte mit den Medien
  • Organisieren Sie die technischen Leitungen und das Equipment
  • Organisieren Sie das Bürger- oder Kundentelefon
  • Bereiten Sie den Sprecher vor (möglichst 2. Ebene und kein Wechsel!)
  • Bereiten Sie Interviews, Pressekonferenzen oder Hintergrundgespräche vor
  • Monitoren und evaluieren Sie die Krisenkommunikation

Falls Prävention und Reaktion Ihre Möglichkeiten überschreitet: Nutzen Sie externen Rat. Besser ist es jedoch, wenn man sich schon vor der Krise kennt und bedenken Sie:

Über den Ausgang einer Krise wird zunehmend in den ersten Stunden entschieden. Professionalität ist stressmindernd. Reden Sie mit uns, der AGSM-Akademie für Ganzheitliche Sicherheit und Sicherheitsmanagement UG, Berlin. Wir schulen, trainieren, bilden Ihre Verantwortlichen weiter.

Im Rahmen unserer Weiterbildungen in den Spezialisierungen und vor allem den Personenschutzausbildungen und Weiterbildungen zu Fachkräften  für Schutz und Sicherheit gehören diese Themen zum Standardinhalt.

Zielgruppe

Alle Interessierten, die in der privaten Sicherheitswirtschaft ihre Zukunft sehen. Sowohl Arbeitssuchende, die sich am Markt neu bzw. umorientieren, da sie in ihrem alten Beruf nicht mehr arbeiten können, aber auch bereits in der privaten Sicherheitswirtschaft Tätige mit oder ohne Sachkundenachweis gem. § 34a GewO Abs. 1 Satz 6 GewO, die sich weiterqualifizieren möchten.

Weiterhin Einsatzplaner, Veranstalter, Teamleiter, Sicherheitsanalysten, Berater, alle Berufsgruppen mit direkter Arbeit am und mit dem Menschen.

Wirtschaftsbereiche u.a.

Soziale Einrichtungen

Bildungsträger

Rettungsdienste

THW - Technisches Hilfswerk

Katastrophenschutz / Bevölkerungsschutz

Medizinische Einrichtungen

Jobcenter/Arbeitsagenturen

Pflegeeinrichtungen

Finanzunternehmen

Versicherungen

Industrie

Handwerk

Gastronomie

Hotellerie

Medienvertreter

Logistik

Verkehrsunternehmen aller Art ( Fluggesellschaften , Bahn ,...)

Zugangsvoraussetzungen

  • mindestens Hauptschulabschluss oder entsprechende Kenntnisse von Vorteil
  • Führungszeugnis ohne Eintrag
  • Mindestalter: 25 Jahre
  • Berufserfahrung von Vorteil
  • körperliche Eignung
  • Grundkenntnisse am PC
  • sehr gute deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift

Unterkunft / Verpflegung

Es kann in unserem Ausbildungszentrum kostenpflichtig übernachtet werden.

Die Infrastruktur vor Ort ist sehr gut und lädt zu entspannten, störungsfreien und zielführenden Unterrichten und Trainings ein. Gesicherte Parkflächen stehen ebenfalls ausreichender Anzahl zur Verfügung.

Im Bedarfsfall kann ein Shuttleservice eingerichtet werden.

 

 

Kosten / Fördermöglichkeiten

  • Förderfähigkeit des Kurses gilt es im Vorfeld zu prüfen.
  • Sprechen Sie mit Ihren Arbeitgebern im Vorfeld bzgl. der Kostenübernahme.
  • Auch Selbstzahler können diese Angebote nutzen.
  • Arbeitsgeber können auch Gruppenausbildungen buchen und diese individuelle zusammenstellen lassen.
  • Gerne helfen wir Ihnen bei Fragen zur Kostenübernahme und der Beantragung Ihres Bildungsgutscheins.

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern!

 

Sprechen Sie mit uns und planen Ihre berufliche Zukunft.